Hochsensible Pferde

 

Pferde mit ausgeprägter Empfindsamkeit gelten oft als Problempferde. Sie werden als schwierig, unreitbar, verrückt, gestört oder traumatisiert abgestempelt und oft von einem Trainer zum anderen weitergereicht. Ich zähle diese Pferde zu den hochsensiblen, den feinfühligen und gleichzeitig aber auch zu den überempfindlichen Pferden.

 

Meiner Erfahrung nach, werden diese Pferde entweder mit einer erhöhten Sensibilität geboren oder sie wurden durch ein traumatisches Ereignis so sensibel.

 

Für viele Pferdebesitzer sind solche Pferde eine echte Herausforderung und selbst erfahrene Trainer haben damit ihre liebe Mühe. Solche Pferde handeln fast immer im Überlebensmodus. Sie verletzen sich oft bei ihren Bemühungen einfach nur wegzurennen. Ihre Körperhaltung ist sehr steif und der Muskelturnus sehr ausgeprägt. In Lernsituationen fällt es ihnen oft schwer, klar zu denken. Vor allem auf Veränderungen reagieren diese Pferde schnell überfordert. Ist dies der Fall, versuchen sie zu flüchten oder sie „verlassen“ ihren Körper. Dies ist ein eingebauter Schutzmechanismus, den jedes Pferd besitzt, welcher in Extremsituationen greift, um dem Pferd unnötiges körperliches Leid zu ersparen. Bei diesen Tieren fällt eine kontinuierliche Anspannung auf und es fällt ihnen nicht leicht loszulassen und sich zu entspannen. Oft lässt sich auch beobachten, dass sie ohne Vorwarnung explodieren, dass sie an außergewöhnlichen Stellen schwitzen und es mangelt meist auch an Zutrauen gegenüber den Menschen. Oft vergessen sie, was sie an einem Tag verstanden haben und man muss wieder von vorne beginnen. Sie reagieren in Angstsituationen früher und schneller als andere Pferde und erstarren dann entweder auf der Stelle, was sie wie sediert aussehen lässt oder ihr Fluchtinstinkt setzt sehr schnell ein, was sie zum Durchgehen veranlasst. Sehr auffällig ist ein hoher Grad an Unsicherheit und sie besitzen eine erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber ihrem Umfeld. Als weiteres Erkennungsmerkmal lässt sich eine Flache Atmung feststellen, sehr auffallend dabei sind auch die ungleich großen Nüstern. Diese Anzeichen müssen nicht alle vorhanden sein und sie können mehr oder weniger variieren.

 

Um solche Pferde wieder in Balance zu bringen, wende ich verschiedene Möglichkeiten an:

 

Um das Vertrauen zu stärken, versuche ich so oft ich kann, das Pferd aus der Hand zu füttern und  sie für die kleinsten Bemühungen zu belohnen mit Leckerlies, Pausen und Streicheleinheiten. Die Trainingseinheiten halte ich sehr kurz. Ich halte es für besser, mehrmals täglich mit dem Pferd zu arbeiten, als zu viel auf ein mal. Auch Massagen vor der Arbeit sind für die Entspannung des Pferdes hilfreich. Sind Pferde verspannt, halte ich es für notwendig zu warten, bis sie sich von selbst entspannen, um dann mit meiner Arbeit fortzufahren. Gelassenheit und eine große Portion Geduld sind dabei sehr angebracht. Man kann ihnen helfen tiefer zu atmen, indem man die Hand an den Rippen legt, da sie oft versuchen sich in den Rippen steif zu machen. Beim Reiten würde ich viel mit gebogenen Linien arbeiten. Ich versuche täglich kurze Trainingseinheiten abzuhalten, da solche Pferde nach Pausentagen oft Rückschritte machen und ein kontinuierliches Training besser für sie ist. Eine etwas ungewöhnliche, aber dennoch erfolgversprechende Methode ist es in die Nüstern des Pferdes zu atmen, wie es Pferde untereinander tun, wenn sie sich kennen lernen. Um Vertrauen aufzubauen halt ich es für sinnvoll, im Stall bei dem Pferd zu schlafen-natürlich in sicherer Entfernung. Um Panik Attacken beim Pferd während des Reitens zu verhindern, ist es ratsam sofort abzusteigen, sobald man Verspannungen am Pferd feststellt oder sich Nervosität einstellt.  Für diese Pferde würde es nur unnötigen Druck bedeuten, man würde das aufgebaute Vertrauen wieder zerstören und das Pferd verunsichern, wenn man einfach auf ihnen sitzen bleibt. Um so eine Situation einschätzen zu können, erfordert es genaues Hinspüren und Fingerspitzengefühl des Reiters.

Oftmals wird allerdings versucht weiter zu reiten, da man der Meinung ist, das Pferd müsse das aushalten. Dabei zeigen sich fatale Folgen am Pferd, da sie nicht sehr belastbar ist. Die herkömmliche Herangehensweise funktioniert nicht mehr. Spätestens hier ist man dann an seiner Grenze angelangt. Um diesen Zustand wieder zu verbessern ist dann besonders viel Geduld von Nöten.

Mit alternativen Heilmethoden lässt sich Wiederherstellung allerdings unterstützen. Ich gebe solchen Pferden regelmäßig Notfalltropfen und täglich ein Globuli Aconitum XM für bis zu neun Tagen in folge. Mit indianischer Traumaheilung habe ich bei diesen Pferden besonders gute Erfahrungen gemacht, auch kann man mit Hilfe schamanischer Reisen aus der Ferne behandeln. Bei Pferden, welche ihren Körper „verlassen“ und nur noch monoton und mit leeren Blick anzutreffen sind, hat sich die kalifornische Bachblüte Angels Trumpet bewährt. Das Reiki Symbol „Se he Ki“ kann man mit dem Finger auf die Stirn des Pferdes malen. Dies bewirkt eine direkte positive Beeinflussung auf das Unterbewusstsein des Pferdes. Zusätzlich kann man einen Schwarzdornzweig in den Schweif des Pferdes flechten. Mit all diesen Möglichkeiten, schafft man Ausgeglichenheit und Gelassenheit.

Man sollte solche Pferde nie zwingen vorwärts zu laufen, wenn sie erstarrt sind, da man sie damit dazu bringen kann zu „explodieren“. Anstatt dessen sollte man warten oder das Pferd langsam nach rechts und links bewegen. Insgesamt sollte man seine eigenen Erwartungen sehr zurückschrauben, viel weniger fragen und viel mehr Pausen geben. Manchmal hilft es schon, wenn man sich in der Nähe des Pferdes aufhält. Diese Pferde bedeuten aber auch eine große Herausforderung für einen selbst. Entscheidend für den Erfolg sehe ich auch die eigene Haltung an. Mit der nötigen Gelassenheit, mit Geduld und Zuversicht und vielleicht sogar mit ein Lied auf den Lippen, wird man letztendlich das gewünschte Ergebnis erreichen. Falls jedoch das Pferd gar keine Nähe zulässt, kann man versuchen, ihm Licht vom Herzen zu senden oder es aus der Ferne zu streicheln, als wäre man direkt neben dem Pferd. Dabei kann man beobachten, dass das Pferd kaut, abschnaubt oder den Kopf senkt. Ist das dennoch nicht der Fall, sollten die Bewegungen eher langsam und bedächtig sein und man sollte sich gleichzeitig weiter vom Pferd zurückziehen und die eigene Entspannung aufrecht erhalten.

 

Bei all den Schwierigkeiten, welche sich bei der Arbeit mit diesen hochsensiblen Tieren ergeben, ist aber auch ein positive Seite erkennbar. Bei genauem Hinsehen, entdeckt man sehr talentierte Pferde, Pferde, die mitdenken und welche mit großer Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft mit dem Menschen arbeiten. Durch ihre Hochsensibilität spüren sie Ereignisse, welche unmittelbar mit ihnen in Zusammenhang stehen schon lange Zeit vorher.

Sollte man einmal schlechte Laune haben oder gar wütend sein, dann ist es nicht empfehlenswert, sich nicht auf das Pferd zu setzen, da das Pferd darauf nur nervös und verspannt reagieren würde. 

 

Wenn man sich aber auf das Pferd einlässt, ihm sein Herz schenkt, bekommt man alles wieder zurück und es kann eine tiefe Bindung und echte Freundschaft zwischen Pferd und Mensch entstehen - eine Freundschaft fürs Leben.

 

Energetische Stallreinigung

 

Wer kennt das nicht - man hat plötzlich ein ungutes Gefühl, wenn man den Stall betritt, oder es gibt mehr Streit und Unstimmigkeiten als sonst. Spätestens jetzt kann eine Stallreinigung sinnvoll sein. 

 

Idealerweise geschieht sie jedoch schon präventiv. Ich reinige zuerst den Stall und mache danach etwas für den zukünftigen Schutz. Es gibt natürlich viele verschiedene Möglichkeiten der Reinigung, z.B. sowohl mit Hilfe von Licht oder Heilstrahlen als auch mit Zwiebeln, Schwefel oder Eiern, die mehr aus der Volksmagie stammen, sowie mit Weihrauch, Kräutern und anderen Harzen, die manche vielleicht aus der Kirche kennen. Die Reinigung durch Räuchern erfüllt nicht nur einen energetischen Zweck, sondern sie tötet auch Krankheitserreger ab. Daher ist es auch sinnvoll zu räuchern, wenn Krankheiten im Stall umgehen. Allerdings räuchere ich, wenn die Pferde nicht im Stall sind, um Panik durch den Rauchgeruch zu vermeiden. Räuchern kann man mit Hilfe einer Schale mit Räuchersand, Räucherkohle und getrockneten Harzen und Kräutern seiner Wahl. Für Laien ist eine fertige Räuchermischung wahrscheinlich die erste Wahl. Ich reinige vor allem mit Weihrauch und Salbei. Salbei gibt es gebunden, allerdings sollte man in der Nähe von Heu und Stroh lieber die Räucherkohle verwenden, da die Glut des Salbeibündels es leicht entzünden kann. 

 

 

Es ist sinnvoll, vor und nach der Reinigung bewusst durch den Stall zu gehen, um die Veränderung zu spüren. Ich gehe durch jeden Raum, jede Box oder jeden Offenstall und räuchere insbesondere in den Ecken besonders gründlich. Das mache ich jeweils so lange, bis sich der Raum gut anfühlt. Falls es Fenster oder Türen gibt, sollte man gut durchlüften, sobald man fertig ist. Diese Reinigung sollte man in regelmäßigen Abständen wiederholen, spätestens dann, wenn die Energie sich träger anfühlt. Zum Schutz kann man um das ganze Grundstück einen geschlossenen Kreis aus Salz ziehen oder Schutzsymbole, wie die Rune Algiz, mit Kreide über die Türen schreiben.

 

Ängste überwinden

 

Das Gefühl kennt jeder Reiter, nachdem ihm ein Pferd durchgegangen ist, überrannt hat oder man heruntergefallen ist: Angst. Das alte Sprichwort, dass man nach einem Sturz sofort wieder aufs Pferd muss, da man sonst nie mehr aufsteigt, hilft bestimmt manchen weiterzureiten, doch nicht unbedingt die Angst zu überwinden. Denn ignoriert man diese, oder geht darüber hinweg, kann es sein, dass sie nur noch schlimmer wird und sich bis hin zu Panikattacken steigert. 

 

Im Laufe der Jahre habe ich vielen meiner Kunden geholfen, ihre Angst zu überwinden und auch ich selbst hatte nach einigen schweren Stürzen mit der Angst zu kämpfen. Wenn möglich sollte der Reiter nach einem Sturz sofort Notfalltropfen nach Dr. Bach und Aconitum als homöopathisches Mittel einnehmen. Wenn man den orangen Pomander von Aura Soma besitzt, kann man sich ihn in die Aura einstreichen. Es hilft tief und bewusst zu atmen und auch Lavendel als ätherisches Öl ist hervorragend als Notfallmittel einsetzbar. Dafür kann man einige Tropfen an den Pulspunkten einreiben. Ich reibe es mir auch unter die Nase, so dass ich den Geruch eine Weile lang einatme.

 

Die Angst kommt oft erst beim nächsten Mal, wenn man wieder reiten will. Daher ist es sinnvoll vorher seinen eigenen Körper zu scannen. Dafür stellt man sich an einen ruhigen Ort und schließt die Augen. Dann atmet man ein paar Mal tief ein- und aus, bis man das Gefühl hat, dass man ruhig ist. Danach spürt man in seinen Körper und beobachtet, ob irgendein Körperteil besonders auffällig ist, z.B. dass die Augenlieder zucken, oder man einen Druck im Bauch verspürt. Sobald man den Bereich erkannt hat, fragt man seinen Körper nach einer Information. Diese Information kann man spüren, hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen oder man weiß es einfach. Sie kann auch in Form eines Gedichtes, Liedes oder einer Farbe auftauchen. Hat man diese Information erhalten, fragt man seinen Körper nach der Lösung dafür, die man wieder auf sehr unterschiedliche Art und Weise bekommen kann. 

 

Lösungen sind zum Beispiel, sich in verschiedene Farben zu hüllen, tief durchzuatmen, etwas in die Erde abfließen zu lassen, weniger zu machen, als man sich vorgenommen hat, abzusteigen bevor man Angst bekommt, mehrmals auf- und abzusteigen, sich vorzustellen, dass man bei dem Sturz keine Verletzung davongetragen hat, oder auf eine weiche Matratze gefallen ist. Klappt das nicht, so übt man sich das vorzustellen, bis es klappt. 

 

Das kann man auch schon tun, bevor man zum Pferd geht. Nämlich, indem man sich vorstellt, dass man aufsteht, aus dem Haus geht, zum Pferd läuft und in dem Moment, in dem man Angst bekommt, kehrt man um, geht den ganzen Weg in Gedanken zurück und beginnt von vorne. Das kann man auch vor neuen Dingen tun, die einem Angst machen, bis man sie in der Vorstellung gemeistert hat und dann ist dies der erste Schritt, um es auch in Wirklichkeit zu tun. 

 

Ich persönlich mache auch schamanische Reisen, Familienaufstellungen und indianische Traumaheilungen und biete das auch für andere Menschen an, um Ängste aus der Ahnenlinie, vergangenen Leben oder der Kindheit aufzulösen.

 

Ich hoffe diese Tipps helfen euch, eure Ängste zu überwinden!!!